Wie kann ich Flugreisen mit Kindern stressfrei gestalten?

Flugreisen mit Kindern sind selten spontan, aber sie müssen auch kein Kraftakt sein. Wenn Sie die Reise wie einen ganz normalen Familientag planen, nur mit mehr Übergängen, wird vieles automatisch leichter. Entscheidend sind eine gute Vorbereitung, ein Handgepäck, das wirklich hilft, und ein ruhiger Ablauf am Flughafen und an Bord.

Vor dem Flug planen, damit am Reisetag Luft bleibt

Wenn möglich, wählen Sie einen Direktflug. Jeder Umstieg erhöht das Risiko für Zeitdruck, Hunger und Müdigkeit. Auch die Flugzeit macht einen Unterschied. Viele Familien kommen besser zurecht, wenn der Abflug in eine bekannte Ruhephase fällt, etwa rund um den am Abend oder in der Nacht.

Klären Sie früh, wie Ihr Kind im Flugzeug sitzen wird. Bei Babys und Kleinkindern unterscheiden Airlines zwischen Mitreise am Schoss und einem eigenen Sitzplatz. Wenn Sie einen zugelassenen Kindersitz an Bord nutzen möchten, prüfen Sie die Vorgaben Ihrer Airline vorab, weil nicht jeder Sitztyp auf jedem Platz erlaubt ist. Die europäische Luftfahrtbehörde weist darauf hin, dass ein geeignetes Rückhaltesystem für Kinder besonders bei Turbulenzen zusätzliche Sicherheit bietet.

Handgepäck so packen, dass es Probleme löst

Die meisten Stressmomente entstehen, wenn etwas fehlt, das gerade gebraucht wird. Das Handgepäck ist daher Ihr Sicherheitsnetz, auch wenn der Flug verspätet ist oder Gepäck später ankommt. Bei Babynahrung und notwendigen Flüssigkeiten gibt es an der Sicherheitskontrolle Ausnahmen, allerdings sind Kontrollen möglich. Planen Sie daher ein paar Minuten extra ein.

Diese Dinge haben sich für viele Familien bewährt

  • Windeln, Feuchttücher und eine kleine Wickelunterlage
  • Wechselgewand fürs Kind und ein Ersatzoberteil für Erwachsene
  • Jause, die wenig krümelt, und ausreichend zu trinken
  • Schnuller oder Beissring je nach Alter
  • Leichtes Tuch oder Decke, ein vertrautes Kuscheltier
  • Sackerl für Müll und für nasse Sachen
  • Ein paar Pflaster und Desinfektionstücher
  • Powerbank und Kopfhörer, wenn Ihr Kind schon Medien nutzt
  • Geeigneten Sonnenschutz im Sommer

Anreise zum Flughafen Wien ohne Hektik

Am Flughafen Wien hilft eine klare Reihenfolge. Erst ankommen, dann einchecken, danach durch die Kontrolle, und erst im Anschluss spielen, essen und zur Ruhe kommen. Für Familien gibt es am Flughafen eigene Angebote wie eine Familien Sicherheitskontrolle und Bereiche, in denen Kinder vor dem Abflug noch Energie loswerden können.

Anreise mit Bahn und City Airport Train

Für viele ist die Bahn die planbarste Option, weil Stau kein Thema ist und Kinder sich zwischendurch bewegen können. Der City Airport Train verbindet Wien Mitte und den Flughafen Wien ohne Zwischenstopp und wirbt mit 16 Minuten Fahrzeit.

Busverbindungen aus Wien und Umgebung

Busverbindungen sind praktisch, wenn Sie ohne Umsteigen direkt aus bestimmten Bezirken oder aus dem Umland anreisen möchten. Die aktuellen Linien und Einstiegsstellen finden Sie direkt beim Flughafenbus Wien.

Flughafentransfer und Flughafentaxi mit Kindersitzen

Ein privater Transfer ist oft die ruhigste Lösung, weil Sie Tür zu Tür fahren. Wichtig ist vor allem aber das Thema Kindersitz. In Österreich sind nämlich normale Taxis von der Kindersicherungspflicht ausgenommen. Der ÖAMTC empfiehlt trotzdem, Kinder auch im Taxi altersgerecht zu sichern und den Kindersitz vorab aktiv zu bestellen.

Wenn Sie einen verlässlichen Service möchten, ist ein spezialisiertes Flughafentaxi Wien wie Fluglide immer eine gute Option, weil Kindersitze fix eingeplant werden und kostenlos sind. Auch die Bestellung funktioniert bequem online. Zusätzliches Plus für die Flughafentaxi-Option sind auch Fixpreise. Das heißt, die Fahrt wird nicht mit Taximeter verrechnet, sondern es gibt vordefinierte Preise vorab.

Tipps für den Flug – Routine statt Programm

Beim Boarding hilft ein einfacher Plan. Erst alles verstauen, dann erst beschäftigen. Viele Familien fahren gut damit, wenn eine Person den Sitzbereich vorbereitet und die andere mit dem Kind erst später einsteigt, damit weniger Wartezeit am Platz entsteht.

Im Flug gilt, weniger ist mehr. Kurze Beschäftigungen wechseln sich mit Essen und Trinken ab, dann wieder Pause. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit, weil die Kabinenluft trocken ist. Bei grösseren Kindern hilft es, Erwartungen klar zu machen, etwa dass es Phasen gibt, in denen man leise spielt und Phasen, in denen man einfach ausruht.

Diese Beschäftigungen funktionieren oft gut ohne viel Platz

  • Stickerheft oder Malbuch mit Wachsmalkreiden
  • Magnetisches Reisespiel oder kleine Kartenrätsel
  • Hörspiel mit Kopfhörern und ein bekanntes Bilderbuch
  • Eine kleine Überraschung für einen schwierigen Moment

Ohrenschmerzen durch Druck im Flugzeug – was wirklich hilft

Ohrenschmerzen entstehen oft beim Sinkflug, wenn der Druckausgleich im Mittelohr nicht schnell genug klappt. Am besten helfen Dinge, die Schlucken auslösen. Bei Babys sind Stillen, Fläschchen oder Schnuller hilfreich. Bei grösseren Kindern wirken kleine Schlucke Wasser, Kaugummi oder Zuckerl, weil das Schlucken automatisch passiert. Medizinische Hintergrundinformationen zum sogenannten Airplane Ear bietet die Mayo Clinic.

Wenn Ihr Kind alt genug ist und es gut anleiten kann, kann ein sanfter Druckausgleich über Nase zuhalten und vorsichtig ausatmen unterstützen. Wichtig ist, nichts zu erzwingen, besonders nicht bei starken Schmerzen. Wenn Ihr Kind gerade stark verkühlt ist oder zu Ohrproblemen neigt, klären Sie vor der Reise mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt ab, was sinnvoll ist.

Nach der Landung besser ankommen

Planen Sie nach dem Flug eine Entlastungsphase ein. Erst trinken, kurz bewegen, dann erst der nächste Programmpunkt. Gerade mit müden Kindern zahlt es sich aus, den ersten Tag am Ziel nicht zu voll zu packen. Je ruhiger die erste Stunde nach der Ankunft, desto entspannter wird meist der restliche Reisetag.

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